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title: ForschungsQuartier Bad Aibling
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date: 2025-06-12
modified: 2025-09-10
lastUpdated: 2025-10-07
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# ForschungsQuartier Bad Aibling

1. [Startseite](https://www.plattform-bauen-und-wohnen.de/)
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    Allgemeine Informationen
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 Das Quartier steht für nachhaltiges und innovatives Bauen als Lösungsansatz für aktuelle Herausforderungen wie Wohnraummangel, Klimaschutz und steigende Baukosten. Fokus ist u.a. der mehrgeschossige Holzbau bis zu acht Geschossen oder Modulbauweisen. Eine erste Serie von drei Häusern wurde nach dem Prinzip „Einfach Bauen“ auf Grundlage neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt „Einfach Bauen“ der TU München unter Federführung von Florian Nagler realisiert.

   Zielgrößen

- Ökonomisch
- Ökologisch

 Inhaltlicher Fokus

- Bauart / -weise / -methode

 Art der Innovation

- Ökonomisch
- Ökologisch
- Technisch

 Finanzierung

- Private Förderung (Stiftung, Vereine u. Ä.)

   Forschungsorientierung
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 ###  Forschungsfragen

 Inwiefern können Gebäude mit einfacher und robuster Konstruktion als auch Gebäudetechnik gebaut werden und wie schneiden diese im Vergleich – auch unter Betrachtung des Nutzerverhaltens – zu üblichen Wohngebäuden und Wohngebäuden in Passivhausbauweise ab?

    Zusammenarbeit
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 ###  Art der Zusammenarbeit der Projektbeteiligten

 Die Projektbeteiligten verfolgen den Co-Creation-Ansatz intensiv nur in einer Phase des Projekts. Darüber hinaus wird der Co-Creation-Ansatz bei größeren prozessübergreifenden Phasen angewendet, indem Personen mit praktischer und beruflicher Erfahrung bei der Entscheidungsfindung über das weitere Vorgehen eingebunden werden.

  ###  Einbindung der Gesellschaft

 Die organisierte Zivilgesellschaft und/oder die lokale Gesellschaft wird/werden durch Befragung(en) in das Projekt eingebunden.

    Verstetigung des Projektes
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- Beteiligte haben privat ein Anschlussprojekt finanziert

   Akteurs­konstellation
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 ### Akteure aus der Wissenschaft

- Technische Universität München
    - Lehrstuhl für Gebäudetechnologie und klimagerechtes Bauen
    - Lehrstuhl für Holzbau und Baukonstruktion
    - Lehrstuhl für Werkstoffe und Werkstoffprüfung im Bauwesen
    - Professur für Entwerfen und Holzbau

### Akteure aus der Wirtschaft

- B&O Bau GmbH
- Architekturplanung: Florian Nagler Architekten GmbH (Leistungsphasen 1-5)
- Tragwerksplanung: merz kley partner
- Energiekonzept: Transsolar KlimaEngineering
- Bauphysik: Horstmann + Berger
- Brandschutz: PHIplan

   Organisation und Entscheidungsfindung
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 ###  Akteurs­konstellation im Projektalltag

 Die Projektarbeit war vor allem von einem konstruktiven, vertrauensvollen und professionellen Umgang geprägt. Das Ergebnis spiegelt die Offenheit bei der Lösungssuche wider. Alle Beteiligten konnten ihr Wissen einbringen.

  ###  Organisation des Projektes

 Das Projekt wurde von der B&O und Florian Nagler Architekten gemeinsam organisiert. Achim Mantel von der B&O übernahm die Rolle des Bauherrn und Bauunternehmers. Dr. Tilmann Jarmer hatte eine Doppelrolle inne: Er war jeweils zu 50 Prozent an der TU München und im Büro Florian Nagler tätig und betreute sowohl das Forschungsprojekt als Projektleiter als auch das Bauprojekt als Projektarchitekt.

  ###  Absprachen und Entscheidungen

 Entscheidungen wurden auf kurzen Wegen getroffen. Je nach Aufgabenstellung fand ein Austausch zwischen den am Projekt Beteiligten statt. Abhängig von der Tragweite der Entscheidungen erfolgte die Abstimmung in größerer oder kleinerer Runde.

    Ergebnis & Wirkung
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 ###  Ergebnisse und Wirkungen in Bezug auf Bezahlbarkeit sowie auf weitere ökologische und soziale Zielgrößen

 Durch die Strategie „Einfach Bauen” konnten robuste Gebäude mit hohem Wert und niedrigen Betriebskosten zu marktüblichen Preisen realisiert werden. Das reduziert die Kosten für die Bauenden, erhöht die Wertschöpfung für die Eigentümer und senkt die Betriebskosten für die Nutzenden.

  ###  Berücksichtigung der EU-Taxonomie und ESG-Kriterien

 Die Gebäude erfüllen durch sortenreine Bauweise und den Verzicht auf Fremdstoffe die Kriterien für umweltverträgliche Baustoffe und ein Abfallmanagementkonzept. Dank der hohen thermischen Trägheit der massiven Bauweise erfüllen sie zudem die Anforderungen zur Anpassung an den Klimawandel. Durch die Einbindung in das lokale Nahwärmenetz, das überwiegend mit Hackschnitzeln betrieben wird, entspricht auch der Primärenergiebedarf den Kriterien der EU-Taxonomie.

    Erfahrungswerte
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 ###  Hilfreiche Erkenntnisse & Lösungen

 **Erkenntnisse**

- Grundlagenforschung durch Variantenuntersuchungen mittels thermisch-dynamischer Simulation
- Messkampagnen in bewohnten Gebäuden mit über 100 Sensoren
- Nutzerbefragungen zur Alltagstauglichkeit und Wohnzufriedenheit
- Veröffentlichung der Ergebnisse in den Publikationen „Einfach Bauen – Ein Leitfaden“ und „Einfach Bauen II – Erkenntnisse“ (Birkhäuser Verlag)
- Wissenschaftliche Begleitung gefördert durch das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, die Bayerische Bauwirtschaft und die B&O Gruppe

**Lösungen/Erfolgselemente**

- Einschichtige Wand- und Deckenkonstruktion
- Verzicht auf Hilfsstoffe und materialfremde Sonderbauteile
- Konsequente Trennung von Gebäude und Techniksystemen
- Klimatische Trägheit durch Bauteile mit großer thermischer Speichermasse
- Angemessene Fensterflächen – kein weiterer Sonnenschutz erforderlich

    Weiterführende Informationen

 [Zur Projekt-Website](https://www.einfach-bauen.net/ "Externer Link auf einfach-bauen.net/")