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title: Leerstandsaktivierung
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date: 2026-04-17
modified: 2026-04-20
lastUpdated: 2026-04-20
categories:
  - Wissenswertes
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# Leerstandsaktivierung

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   *In Deutschland standen laut Zensus 2022 rund 1,9 Millionen Wohnungen leer – das entspricht 4,3 Prozent des Wohnungsbestands, die Hälfte davon seit mehr als einem Jahr1.. In vielen Großstädten wie München, Hamburg, Köln oder Berlin sind nur etwa 2 bis 3 Prozent der Wohnungen ungenutzt. In ostdeutschen Regionen und einzelnen strukturschwachen Landkreisen ist deutlich Leerstan*d *zu verzeichnen.*

    08.10.2025    Lesezeit:

  Eine Wohnung gilt als leerstehend, wenn sie weder vermietet noch von der Eigentümerin oder dem Eigentümer selbst bewohnt wird. Ferien- und Freizeitwohnungen zählen nicht dazu2.. Fast 40 Prozent der leerstehenden Wohnung wären laut Eigentümerinnen und Eigentümer innerhalb von drei Monaten bezugsfähig und damit wieder kurzfristig für den Markt verfügbar. Bei fast einem Viertel der Objekte sind laufende oder geplante Baumaßnahmen der Grund für den Leerstand, bei weiteren 14 Prozent ist ein Verkauf oder eine künftige Selbstnutzung geplant.

Leerstand ist nicht grundsätzlich als negativ anzusehen. Ein Anteil von etwa 2 bis 5 Prozent gilt als notwendig für einen funktionierenden Wohnungsmarkt – um Umzüge, Sanierungen oder Renovierungen zu ermöglichen. Problematisch wird es allerdings, wenn der Wohnraum knapp ist.

Viele größere und mittlere Städte setzen bereits Instrumente ein, um Leerstand systematisch zu erfassen und ungenutzte Immobilien wieder zu aktivieren. Freiburg beispielsweise wertet Bürgerhinweise systematisch aus, verknüpft sein Leerstandskataster mit ordnungsrechtlichen Verfahren und verhängt bei Verstößen gegen das Zweckentfremdungsverbot Bußgelder von bis zu 50.000 Euro. Leipzig setzt auf ein strategisches Leerstandsmanagement mit GIS (Geoinformationssystem)-gestütztem Wohnungsmarktmonitoring und aktiver Eigentümeransprache, wodurch Leerstände bereits deutlich reduziert werden konnten. Hamburg verfolgt einen niedrigschwelligen, digitalen Ansatz und erleichtert die Meldung von Leerständen über bürgernahe Online-Angebote sowie Kooperationen mit Plattformen. Hanau kombiniert digitale Leerstandsmeldungen, kartenbasierte Darstellung, Eigentümerdialog und ein kommunales Immobilienportal zu einem durchgängigen Prozess von der Meldung bis zur Vermarktung.

Auch in kleineren Kommunen gibt es bereits wirkungsvolle Lösungen: Großenhain in Sachsen hat eine Gebäudedatenbank für leerstehende Immobilien aufgebaut und stellt ausgewählte Objekte online zur Verfügung. Das unterstützt die Vermarktung und macht die Stadtentwicklung transparent. Der Landkreis Schaumburg koordiniert gemeinsam mit 17 Städten und Gemeinden ein interkommunales digitales Baulücken- und Leerstandskataster, das gezielt auf die Revitalisierung von Ortskernen in Klein- und Mittelstädten abzielt. Der Landkreis Cham setzt im Rahmen eines nachhaltigen Siedlungsmanagements auf ein interkommunales GIS-System, das Baulücken und potenziell bebaubare Grundstücke erfasst und in Zusammenarbeit mit den Kommunen aktuell gehalten wird.

Diese Ansätze zeigen, dass Leerstandsaktivierung vor allem dann gelingt, wenn Daten, Prozesse und Kommunikation konsequent auf die Wiederbelebung von Wohnraum ausgerichtet sind – und so der Markt entlastet werden kann.

1 [Statistisches Bundesamt, 2024](https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressehttps://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/Zensus2022-Pressemitteilungen/PM_zenus2022_46.html?templateQueryString=zensus+2011&utm_source=chatgpt.committeilungen/Zensus2022-Pressemitteilungen/PM_zenus2022_46.html?templateQueryString=zensus+2011&utm_source=chatgpt.com)

2 [Statistisches Bundesamt](https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Wohnen/Glossar/leerstehende-wohnungen.html)