Handlungsfelder
Die Arbeitsgruppe hat aus einer Auswahl an Lösungsansätzen zunächst sechs Fokusthemen priorisiert.
- Modifikation des Planungsrechts
Eine gezielte Anpassung des Planungsrechts soll die Nachverdichtung im Bestand rechtlich begünstigen und beschleunigen – insbesondere bei Aufstockung, Anbau und Umnutzung zu Wohnzwecken. - Integration des Bauens im Bestand in die Musterbauordnung
Die Integration einer Umbauordnung in die Musterbauordnung (MBO) soll den baurechtliche Hürden für Umnutzung, Aufstockung und Anbau abbauen und die Planungs-/Rechtssicherheit sowie die Wirtschaftlichkeit verbessern. Damit sollte eine Orientierung für länderübergreifende Anforderungen beim Umbau gegeben werden – der Umbau sollte nicht länger als Sonderfall behandelt werden. - Einfach Bauen
Einfach Bauen wird als eine Herangehensweise an Planen und bauen verstanden, die durch bewusste Reduktion, Robustheit und Langlebigkeit definiert ist. Angestrebt wird eine gute Wohnqualität durch eine Fokussierung auf wesentliche funktionale, räumliche und konstruktive Anforderungen bei gleichzeitiger Minimierung technischer Systeme und spezialisierter Bauteilschichten. Diese Herangehensweise senkt Bau- und Betriebskosten von Immobilien. - Optimierung der Projektabwicklung im Bestand
Ziele sind eine bessere Kostenkalkulation, Produktivitätssteigerung, Qualitätssicherung sowie eine Beschleunigung der Planungs- und Bauprozesse. - Nachverdichtungs-/Umnutzungskataster
Ziel ist ein Kataster, das Leerstand sowie Flächen für Nachverdichtung oder Umnutzung erfasst. Diese Grundläge kann zur Aktivierung von Wohnraum und so zu mehr Bezahlbarkeit beitragen. - Vermittlung von Wissen zu Bauen im Bestand
Relevanten Akteuren sollen mehr Wissen zu und Vorteile vermittelt werden mit dem Ziel Aufstockung, Anbau und Umnutzung im städtischen Bestand zu fördern. Diskutiert werden verschiedene Instrumente zur Wissensvermittlung, die sich neben privaten Bestandshaltern auch an Kommunen wenden.
Mitglieder der Arbeitsgruppe 1
Leitung
- Dr.-Ing. Daniela Kiefer
Tragwerksplanerin für Brücken, Hochbau und Bauprodukte, SMP Ingenieure im Bauwesen GmbH - Univ.-Prof. Dr.-Ing. Stefan Winter
Ordinarius des Lehrstuhls für Holzbau und Baukonstruktion, Technische Universität München
Mitglieder
- Dominik Campanella
Geschäftsführer, Concular GmbH - Sarah Dungs
Vorstandsvorsitzende Verband für Bauen im Bestand e.V.; Geschäftsführerin, Greyfield Group; Vorstand, Greyfield Stiftung - Prof. Dr.-Ing. Jürgen Graf
Forschungsleiter im Fachgebiet Tragwerk und Material, Fachbereich Architektur, RPTU Kaiserslautern-Landau - Prof. Dr.-Ing. Annette Hafner
Leiterin des Lehrstuhls Ressourceneffizientes Bauen, Fakultät Bau- und Umweltwissenschaften, Ruhr-Universität Bochum - Michael Halstenberg
Rechtsanwalt, Franßen & Nusser Rechtsanwälte PartGmbB - Jutta Heinkelmann
Referentin Wohnen, Standards, Normen der Bayerischen Architektenkammer - Josef Huber
Geschäftsführender Gesellschafter, Huber & Sohn GmbH & Co. KG - Tobias Karlhuber
Architekt, Robert Meyer und Tobias Karlhuber Architekten - Frank-Thomas Kronsbein
Produktmanager Wohngebäude, GOLDBECK Technologies GmbH - Silke Küstner
Senior Project Manager Circular Economy, WWF Deutschland - Pia Lütkenhaus
Assistentin der Geschäftsleitung, B. Lütkenhaus GmbH - Dr. Jan Wenker
Group Director Sustainability & Innovation, Brüninghoff GmbH & Co. KG - Petra Wurmer-Weiß
Beraterin, Beratungsstelle Energieeffizienz und Nachhaltigkeit (BEN) der Bayerischen Architektenkammer
Interview
3 Fragen an… Dr.-Ing. Daniela Kiefer
Interview
3 Fragen an… Prof. Dr.-Ing. Stefan Winter
Lernen Sie die beiden anderen Arbeitsgruppen kennen
AG 2 Stadt- und Quartiersentwicklung
In der AG 2 geht es um Fragen rund um die Erfordernisse und Potenziale einer integrierten Quartiersentwicklung.
AG 3 Transformation und Umsetzungsstrategien
In Zusammenarbeit mit den anderen beiden AGs beschäftigt sich die AG 3 mit der möglichen Übertragung von Lösungen in die Praxis.